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Adam Hansen siegt in der apokalyptischen 7. Etappe des Giro d'Italia

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14/05/2013

Nach einer fantastischen Leistung hat Adam Hansen für Lotto Belisol den Sieg in der 7. Etappe des Giro d'Italia errungen. In der hügeligen Etappe sprang der Aussie in eine frühe Ausreißergruppe und ließ seine Begleiter einer nach dem Anderen hinter sich. Er finishte die Etappe mit einem Solo von zwanzig Kilometer nach Pescara. Für Hansen ist dieser Sieg der schönste seiner Karriere, einen Tag vor seinem 32. Geburtstag.

Rollin, Tamouridis, Ligthart, Tjallingi und Sella waren die fünf Fahrer, die zusammen mit Adam Hansen die Fluchtgruppe bildeten. 177 Kilometer mussten absolviert werden mit kaum flachem Profil. Obwohl nur vier Bergwertungen ausgewiesen waren, ging es die ganze Zeit rauf und runter. Aufgrund der unbeständigen Witterung gab es zahlreiche Stürze. Nach dem zweiten Anstieg des Tages rund 35 Kilometer vor dem Ziel, als der maximale Vorsprung von 8 Minuten auf zwei Minuten reduziert worden war, beschleunigte Hansen. Nur Emanuele Sella konnte ihm folgen. Nach dem ersten Crash des Italieners kamen Sie wieder zusammen und die beiden Leader begannen zusammen den Aufstieg zum Santa Maria de Criptis mit Abschnitten bis zu 18% Steigung. Hansen war sehr stark und attackierte Sella an der steilsten Stelle. Auf dem Gipfel begann Hansen die letzten zwanzig Kilometer solo. Sein Vorsprung auf den Verfolger stieg weiter und unter den gefährlichen Wetterbedingungen rettete er sich bis ins Ziel in Pescara. Adam Hansen, der einzige Fahrer, der im vergangenen Jahr alle drei großen Rundfahrten absolvierte, konnte die letzten „Hectometer“ und diesen erstaunlichen Sieg für Ihn und Lotto Belisol genießen.


Adam Hansen: "Das Gefühl, die Ziellinie solo zu überqueren ist natürlich sehr schön. In dem Moment  wo ich allein mit Sella war, glaubte ich an den Sieg. Ich wollte ihn am letzten Anstieg unter Druck zu setzen und dies gelang. Die Anstiege waren nicht lang, aber sehr steil. Davor war die Zusammenarbeit in der Gruppe sehr gut. Weil von Sella, als Bester in dem Gesamtklassement, keine Gefahr ausging, begnügte sich das Peloton damit unsere Führung unter Kontrolle zu halten. "


"Heute Morgen habe ich es mir zum Ziel gemacht in der entscheidenden Fluchtgruppe zu sein. Ich war sehr motiviert, weil die Etappe für Fluchtgruppen prädestiniert war. Ob ich immer eine Etappe in jeder „Grand Tour“ gewinnen will? Nein, das kann nicht das Ziel sein. In dem Giro gibt es Möglichkeiten für Fahrer wie mich, dies zu versuchen, aber in der Tour haben wir andere Ziele mit André Greipel und Jurgen Van den Broeck. Heute Abend werden wir uns aber auf jeden Fall einen Drink genehmigen! "


Sportdirektor Bart Leysen: "Wie glücklich kann ein gewinnender Sportdirektor sein? (big smile) Heute Morgen habe ich Adam gesehen, er hatte seine Haare abrasiert. Ich war klug genug, nichts zu sagen, aber wenn ich es zu meiner aktiven Zeit tat, dann, weil ich gut sein wollte!
Er hatte gefragt, ob er einen Außreißversuch unternehmen durfte und hatte gesagt, er wäre "entweder in DER Fluchtgruppe oder im Grupetto“. Am Anfang der Etappe war das Rennen sehr hart, mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 45 Km/h in der ersten Stunde. 45 Kilometer vor dem Ziel war Vini Fantini alleine der Flucht und das Peloton reduziert die Lücke bis auf zwei Minuten. Dann beschlossen wir, dass er angreifen sollte, weil er sehr stark war. Aufgrund des Regens war es schwierig für die Verfolger bergab Zeit zu gewinnen und bergauf hat er auch nichts verloren. Für mich ist der Etappensieg so sensationell wie der von Lars Bak im vergangenen Jahr. "

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